Ensemble "Triolog"

Sa  14.04.2018 - 20:00 Uhr
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Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tourismus Singen
Vorverkauf
Tourist Information Singen, +49 (0)7731 85-262 oder -504
Vorverkaufspreis: 17,50/23,00/28,00 €
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Ensemble Triolog
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Ensemble Triolog
Ensemble "Triolog"

Kammerkonzert 

Tatjana Ruhland, Flöte

Gunter Teuffel, Viola

Veronika Ponzer, Harfe

MUT Künstleragentur Beate Maria Hahn, Ottenbach

Programm

JEAN-MARIE LECLAIR (1697–1764)
Triosonate D-Dur op. II, Nr. 8 für Flöte, Viola und Harfe

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)
Duo G-Dur, KV 423 für Flöte und Viola

ARNOLD BAX (1883–1953)
„Elegiac“-Trio für Flöte, Viola und Harfe

CAMILLE SAINT-SAËNS (1835–1921)
Fantaisie, op. 124 für Flöte und Harfe

CLAUDE DEBUSSY (1862–1918)
Sonate für Flöte, Viola und Harfe

Die Besetzung Flöte, Harfe und Viola ist schon eine Kostbarkeit, aber das Programm fügt dem noch edle Raritäten hinzu. Es beginnt mit der Triosonate opus II, 8 von Jean-Marie Leclair. Dieser in Lyon geborene Korbflechtersohn wurde Violinist, Komponist, Tänzer und Opern-Ballettmeister in Turin und Kompositeur am Hofe in Paris. Die Sonate dieses Konzerts ist von höfischer Eleganz, zumal die Harfe den Continuo-Part zupft und die Viola zum Kontrastprogramm der Flöte avanciert.

Mozarts Flöte-Viola-Duo KV 423 ist eine Konzert-Seltenheit. 1783 bestellte der Amateur-Geiger Fürstbischof Colloredo beim Hof- und Domkomponisten Michael Haydn sechs Duos für Geige und Bratsche. Nach dem vierten schienen seine Einfälle versiegt und er ließ dafür Freund Mozart sprudeln, der sogleich zwei M. Haydn-Duos komponierte. Hier werden sie in neuer Klangversion produziert: statt der episkopalen Geige mit Virtuosenflöte. Da kann man bewundern erlauschen, wie Doppelgriffe verwandelt, Tieftöne erhöht sowie Klangkontraste zwischen Blas- und Streichtönen neu justiert werden.

Mit ganz anderem Stil, aber originaler Besetzung folgt das „Elegiac“-Trio des englischen, ins Keltische und Gälische verliebten Spätestromantikers Arnold Bax. Die Flöte singt, die Viola harmonisiert, die Harfe koloriert – es gibt eine elegische Musik und poetische Melancholie. Bax, der sieben Symphonien, symphonische Dichtungen, viel Kammermusik und drei Filmmusiken in seinem 70 Jahre währenden Leben schrieb, wollte ein „eiserner Romantiker“ sein. So klingt auch sein „Elegiac“-Trio, in dem man von der Realwelt der Entstehungszeit (1916, mitten im Ersten Weltkrieg) nichts vernimmt.

Bewegter und belebter geht es in Camille Saint-Saëns Fantasie opus 124 zu, aber auch nicht wie ein robustes Forte-Echo auf die Fortissimo-Welt. Es ist eine Salon-Sonate von feinster französischer Spiel- und Klangraffinesse. Claude Debussys vorletzte Komposition, vom sterbenskranken Komponisten 1915 geschaffen, sollte ohne jede polit-populistischen Musikgesten ein französisches Bekenntnis gegen die deutsche Massivästhetik sein. Das leuchtend Lyrische und Tänzerische von Rameau oder Couperin dienten als Vorbild.

Alle drei Musiker des Ensembles „Triolog“ sind gefragte Solisten und Kammermusikpartner. Tatjana Ruhland ist Soloflötistin beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und unterrichtet eine Klasse für Flöte an der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Gunter Teuffel ist  Solobratschist des SWR-Radiosinfonieorchesters Stuttgart und Professor für Viola an der Musikhochschule Stuttgart. Die Harfenistin Veronika Ponzer tritt neben zahlreichen solistischen Darbietungen und ihrer Mitwirkung beim Ensemble „Triolog“ auch in Duos mit Flöte und Violoncello sowie im Ensemble „Neue Welt“ (Harfe, Flöte, Violine, Viola, Cello) auf.

 

Bilder: Marco Borggreve / SWR / u.



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