"Solistin und Orchester überzeugen"

Meldung vom 07.10.2020
Sueye Park

Südkurier: Violinistin Sueye Park und Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz spielen in der Stadthalle Singen zwei Konzerte an einem Abend

VON INGRID PLOSS

Endlich ist es so weit: Mit viel Sorgfalt und Mühe um den besten Gesundheitsschutz können in der Stadthalle Singen wieder Konzerte stattfinden. Auch die Mitglieder der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz unter ihrem finnischen Chefdirigenten Ari Rasilainen sowie die Solistin des Abends, Sueye Park, freuten sich über die Möglichkeit, vor Publikum spielen zu können. Unter dem Titel "Wegweisend" erklangen Werke von Ludwig van Beethoven, Aulis Sallinen – einem Landsmann von Ari Rasilainen – sowie das den Zuhörern wohl bekannteste Werk "Die vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi. In einer reduzierten Besetzung von nur etwa 30 Musizierenden – das Orchester hat über 70 Mitglieder – gestalteten die engagierten Musiker zum großen Glück der interessierten Sinfoniekonzert-Besucher zwei Konzerte am gleichen Abend. Für diese nicht selbstverständliche Leistung bedankte sich der Veranstalter besonders bei den Ausführenden.

Zum Auftakt füllte sich die Bühne mit Holzblasinstrumenten, Harfe, Klavier und Schlagwerken. Mit einer Besetzung von der Piccoloflöte bis zum Kontrafagott entstand in "The Palace", einer Rhapsodie für Holzbläser-Orchester op. 72 von dem 1935 geborenen Aulis Sallinen, eine interessante Klangfarbenmischung. Verschiedenste Stimmungen, klar strukturierte Rhythmus-Einsätze sowie schwebende Transparenz vermittelte das an die gleichnamige Oper angelehnte Werk. Hohe Konzentration und rhythmische Korrektheit erforderte Beethovens Große Fuge op. 133 für Streichquartett, hier Streichorchester, von Musikern und Dirigenten. Kleine Schwankungen gelang es Ari Rasilainen sofort zu korrigieren.

Souverän und klar strukturiert machte die südkoreanische junge Solistin Sueye Park (Violine) die Orchesterbegleitung zu den "Vier Jahreszeiten" zu einem Spaziergang. In hohem Tempo meisterte sie die solistisch hervortretenden charakteristischen Parts von Stürmen und Gewittern, lyrisch die plätschernden Bächlein und Vogelstimmen. Das Publikum bedankte sich mit anhaltendem Applaus.

Quelle: Südkurier


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