Sicherer Hafen in den hohen Corona-Wellen

Meldung vom 11.11.2020
Eine Kreistagssitzung wurde zur Bewährungsprobe für das Corona-Hygienekonzept der Stadthalle Singen. Südkurier-Bild: Kerstin Steinert

Etliche Versammlungen nur in der Stadthalle möglich

Die Stadthalle Singen mit ihrem sehr erfahrenen Organisations- und Technikteam, ihrer modernen Ausstattung und ihrem flexiblen Raumangebot erwies sich in der Corona-Krise als Glücksfall für die Stadt unterm Hohentwiel. Beim ersten Lockdown im März mussten die Verantwortlichen von einem Tag auf den anderen erst einmal alle Veranstaltungen absagen. Sorgfältig arbeitete das Stadthallen-Team dann aber ein Konzept für Hygiene, Abstand, Lüftung, Besucherführung und Personenregistrierung aus, das allen Verordnungen der Landesregierung standhielt. Während das Kulturangebot und Unterhaltungsveranstaltungen weiter ruhen mussten, wurde die Stadthalle Singen auf dieser Basis zu einem sicheren Ort für Veranstaltungen, die abgehalten werden mussten und anderswo nicht mehr stattfinden konnten. So fanden dort zum Beispiel medizinische Weiterbildungen, eine zweieinhalbmonatige Schulung von neuen Zugbegleitern der Deutschen Bahn, mehrtägige Firmenschulungen zum Thema Regel- und Messtechnik, die Prüfung frisch ausgebildeter Bankfachwirte, Gemeinderats- und andere Sitzungen sowie Informationsveranstaltungen der Stadtverwaltung Singen, eine Kreistagssitzung sowie Mieter- und Eigentümerversammlungen statt. Die ECE als Bauherrin und Betreiberin des neuen Einkaufszentrums Cano zum Beispiel veranstaltete eine Zusammenkunft aller Mieter und eine Pressekonferenz statt auf der Baustelle in der Stadthalle Singen. Als nach der Kreistagssitzung die Corona-Erkrankung eines Teilnehmers bekannt wurde, war dies die Bewährungsprobe für das Konzept der Stadthalle Singen. Testungen ergaben, dass sich bei der Sitzung niemand angesteckt hatte.

Im Oktober trug die Stadthalle Singen mit ihrem Konzert- und Theatergastspiel-Angebot dazu bei, das Bundesprogramm „Neustart Kultur“ in Gang zu bringen. Unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln war die maximal mögliche Besucherzahl allerdings von 1100 auf 316 geschrumpft. Doch dann wurde angesichts stark steigender Infektionszahlen recht kurzfristig für den November der neue Teil-Lockdown in ganz Deutschland verordnet. Wieder mussten alle Kulturveranstaltungen abgesagt werden. Nach wie vor aber sind in der Stadthalle Singen sowohl systemrelevante als auch gewerbliche Tagungen und Versammlungen unter Einhaltung strenger Regeln und genau definierter Obergrenzen für die Personenzahl möglich. Das große Singener Veranstaltungszentrum hat sich als sicherer Hafen in den hohen Corona-Wellen erwiesen.

Auf die Anforderungen der wechselnden Corona-Verordnungen musste das Team der Stadthalle Singen immer wieder flexibel reagieren, hat aber auch viel daraus gelernt. So arbeitet es derzeit Konzepte für die Unterstützung und Umsetzung teilweise oder komplett digitaler Tagungen aus, die in Kürze realisiert werden können. „SingenCongress“ als Dienstleister der heimischen Wirtschaft in diesem Bereich zieht also auch großen Nutzen für die Zukunft aus den Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Und sobald die Politik grünes Licht gibt, wird die Stadthalle Singen mit ihrem bewährten Konzept sofort wieder Kulturveranstaltungen anbieten können. Sie leistet damit auch einen Beitrag, das in Deutschland einzigartige, flächendeckende und breit aufgestellte Angebot der Tourneebühnen zu bewahren.

Südkurier-Bericht über den Corona-Fall im Kreistag>>>


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