Melodien aus der Stadt der Liebe

Meldung vom 18.12.2019
Mit prächtiger Ausstattung und erstklassigem Orchester überzeugten die Künstler beim Musical "Ein Amerikaner in Paris" in der Singener Stadthalle. Bild: Carmen Biehler

Südkurier: Das Musical "Ein Amerikaner in Paris" begeisterte das Publikum und brachte es zum Träumen

VON SASKIA BIEHLER

"Ein Amerikaner in Paris" versetzt die Zuschauer in das Paris der 1940er, als die Stadt der Liebe noch an den Folgen des Zweiten Weltkriegs leidet. Ein junger Soldat, Jerry Mulligan (gespielt von Tobias Joch) beschließt, nicht zurück in die USA zukehren und sich stattdessen als Maler durchzuschlagen. Dabei trifft er immer wieder auf eine junge Frau, die ihn sofort in ihren Bann zieht. Es handelt sich um Lise Dassin (Mariana Hidemi), die versucht, als Balletttänzerin erfolgreich zu werden. Allerdings hat auch sein Freund, der im Krieg verletzte Komponist Adam sowie der reiche Möchtegern-Sänger Henri ein Auge auf die Schöne geworfen.

Sehenswerte Choreografien

Während die Protagonisten sich in diesen Gefühlswirren zurechtfinden mussten, ließ die von George Gershwin geschriebene Musik auch für das Publikum den Charme vergangener Zeiten aufleben. Gershwin hatte bereits 1928 das gleichnamige Orchesterwerk geschrieben, welches schließlich 1951 als Vorlage für den Musicalfilm mit Gene Kelly diente. Einige Jahrzehnte später wurde daraus ein Tanzmusical konzipiert, was nach den großartigen Tanzchoreographien, die den Film so populär machten, eine nur logische Konsequenz war. Auch in der Neufassung waren es auf der Bühne besonders die Choreografien von Christopher Tölle, die das Musical sehenswert machten. Die Tänzer zeigten mit klassischem Ballett und Spitzentanz, aber ebenso mit schwungvollen, jazzigeren Einlagen ihre Vielseitigkeit.

Tosender Applaus

Neben dem zugrunde liegenden Orchesterwerk gab es auch bekannte Klassiker wie "‘S Wonderful", "They Can‘t Take That Away From Me" oder "I Got Rhythm" zu hören. Das Krzysztof Klima Festival Orchester unter der Leitung von Heiko Lippmann brachte dies im Orchestergraben zum Klingen und war heimlicher Star des Abends. Zusammen mit einer gelungenen Pariser Kulisse gelang es allen Mitwirkenden, das Publikum zum Träumen einzuladen. Aus der multifunktionalen Stadthalle wurde es in ein märchenhaftes Paris mitgenommen – und dankte dies abschließend mit einem tosenden Applaus.

Quelle: Südkurier


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