Kommst Du, guckst Du, lachst du!

Meldung vom 06.10.2021
Lustig wie gewohnt: Kaya Yanar spielte vor 1200 Zuschauern in der Stadthalle sein neues Programm Fluch der Familie. Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

Südkurier: Kaya Yanar begeistert das Publikum in der Stadthalle

VON SUSANNE GEHRMANN-RÖHM

Eigentlich wäre der Comedian bereits vor fast einem Jahr nach Singen gekommen. Doch die Pandemie hat eine Verschiebung nötig gemacht. Für die Besucher hat sich das Warten gelohnt. Kaya Yanar begeistert mit seinem neuen Programm "Der Fluch der Familie" – trotz Maskenpflicht.

Die 1200 Gäste in der ersten ausverkauften Veranstaltung in der Stadthalle seit Beginn der Pandemie sind ganz aus dem Häuschen. Denn endlich hat es der Komiker Kaya Yanar nach Singen geschafft. Der Auftritt war bereits für den vergangenen November angesetzt. Coronabedingt konnte er jetzt erst stattfinden. Viele Zuschauer hatten ihre Karten vom letzten Jahr behalten, das Warten hat sich gelohnt. "Ich fühle mich wie auf einem Ärztekongress", sagt Kaya Yanar zu Beginn zu den Masken tragenden Zuschauern. Vor knapp drei Jahren war er mit dem Programm "Ausrasten! Für Anfänger" in der Stadthalle. Damals zeigte er sich auf der Bühne beim Ausrasten. In diesem Jahr hat er Windeln an. Und das nicht ohne Grund.

Familienleben sorgt für Lacher

Yanar hatte viel Zeit, sein neues Programm "Der Fluch der Familie" zu schreiben. Er thematisiert nicht nur seine Herkunft mit sehr strengem Vater, einer Mutter ohne Orientierungssinn und mit Klageweiber-Attributen und einem schwierigen Bruder. Auch, dass er im November 2019 erstmals Vater geworden ist, wird zum Thema. Sein erstes Kind bekam er mit 46 Jahren. Peinlich sei ihm, dass das erste Wort seines Sohns "Alter" gewesen sei. Weil er selbst ständig im Auto so über Autofahrer schimpfe.

Vater und Mutter werden durch den Kakao gezogen

Köstlich sind die Passagen, in denen er seine Eltern imitiert. Sei es, weil seine Mutter bewusst deutsche Wörter falsch ausspricht. Oder weil sein Vater zu ihm als Fünfjähriger sagte: "Als ich so alt war wie du, habe ich Backsteine geschleppt."

Seine Frau, eine Schweizerin, habe auch ein paar Marotten, so sehr er sie auch liebe. "Sie ist so eine WhatsApp-Maus, schreibt mir ganze Romane", obwohl er quasi daneben sitze. Für seinen Sohn ist er nun der Spaßmeister, doch "ich möchte auch seine Talente entdecken". Aber beim Alphorn sei Schluss. Besser dann doch Gitarre. Dann könne er die Mädchen besser gewinnen. Als Zugabe gibt er nach 90 Minuten noch eine Sandkastenszene, in der der für ihn typisch deutsche Satz "Wir müssen reden" eine große Rolle spielt.

Quelle: Südkurier


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