Irische Musik und Tänzer mit schnellen Beinen

Meldung vom 11.05.2022
Die Besucher in der voll besetzten Stadthalle freuen sich auf Cornamusa und ihre Tanz- und Musikshow. | Bild: Manuela Fuchs

VON MANUELA FUCHS

Die Bühne ist in grünes Licht getaucht, keltische Ornamente und eine überdimensionmale Projektion eines Rings zaubern einen Hauch von Mystik in die voll besetzte Stadthalle. Das Ensemble, bestehend aus Männern im Schottenrock und Frauen in bunten Kostümen und Steppschuhen, nimmt das Publikum mit auf eine faszinierende Reise.

Wie aus dem Nichts tauchen auf der Leinwand Piratenschiffe auf, als Patrizia Sieweck mit ihrer Geige die Bühne betritt und dem Instrument eine schwermütige Melodie entlockt. Tänzerinnen und Dudelsackspieler gesellen sich dazu und kündigen eine wundersame Geschichte an. Cornamusa heißt das Musik- und Tanzensemble, das in Thüringen entstand und nun ein Gastspiel in der Singener Stadthalle gibt, mit dem Programm "World of Pipe Rock and Irish Dance", ein Programm über eine Legende, die eine irische Liebesgeschichte erzählt.

Die Band präsentiert einen Mix aus irisch-schottischer Folklore und modernem Rock, neben einigen Cover-Songs sind viele Stücke Eigenkreationen. So kommen unter anderem neben Geige, Tin Whistle (eine Flöte, die vor allem aus irischer Volksmusik bekannt ist), Akkordeon und Dudelsack, auch E-Gitarren, ein Keyboard und ein Schlagzeug zum Einsatz.

Traditionelle irische Lieder werden mit fantastischen Tanzeinlagen verbunden. Wenn das Tanzensemble mit unglaublicher Geschwindigkeit und völlig synchron seine Tänze präsentiert, kommt das Publikum kaum noch aus dem Staunen heraus und applaudiert spontan.

Auch das Bühnenbild gerät eindrucksvoll. 3-D-Projektionen erzeugen realistische Bilder, wenn etwa ein riesiger, bleicher Vollmond sein silbernes Licht in die sanften, schwarzen Wellen des Meeres gießt oder die Burg von Gibraltar mitsamt Kerkerräumen so real erscheint, dass man glaubt, man könne sie betreten. Die Musik ist mal leicht und fröhlich, dann wieder melancholisch.

Die Mischung aus Folklore und Rock überzeugt nicht alle Gäste, der Großteil jedoch ist begeistert von der Show. Zu ihnen gehören Katharina Breyer aus Singen und ihr Mann, die besonders von den Stepptänzen fasziniert sind. Hildegard Muchai aus Singen und ihren Freundinnen finden die Legende um den Gladdagh-Ring und deren Umsetzung sehr gelungen. Auch Denis Illner aus Bohlingen und seine Frau loben die Künstler sehr, die am Ende der Show stürmischen Applaus bekommen.

Quelle: Südkurier


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