Hohentwielfestival : "erprobt und zukunftsfähig"

Meldung vom 21.07.2017
Tolle Stimmung herrschte zum Abschluss des 48. Hohentwielfestivals 2017 beim Konzert von "Glasperlenspiel" und Max Giesinger. Bild: Wolfgang Schneble

Nur Konzert-Abbruch trübt Rekord-Besucherbilanz

Eine neue Rekord-Besucherbilanz beim 48. Hohentwielfestival vom 15. bis 20. Juli wurde nur durch die kurzfristige, wetterbedingte Absage des Konzerts von Amy Macdonald getrübt. Das Festival in Deutschlands größter Festungsruine auf dem Singener Hausberg lockte diesmal insgesamt 23.000 Besucher.

Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen insgesamt rund 20.600 – 12.600 zu den Konzerten von "The BossHoss", Niedeckens "BAP", Mark Forster und "Eisbrecher" sowie 8000 zum ganztägigen Burgfest. Diesmal waren es 3700 Besucher bei Sarah Connor, 2800 bei Anastacia, 3200 beim geplanten Auftritt von Amy Macdonald, 3800 beim ausverkauften Doppelkonzert von "Glasperlenspiel" und Max Giesinger sowie 9500 beim ganztägigen Burgfest mit Musik und Kleinkunst auf 13 Bühnen.

Bereits beim Konzert von Anastacia am Dienstag, 18. Juli zog eine massive Gewitterfront heran, streifte den Hohentwiel aber nur am Rande. Das Konzert lief bis zum Schluss. Wegen der Unwetterwarnung mussten Anastacia und die Konzertbesucher lediglich auf die Zugaben verzichten. Während es in der benachbarten Singener Nordstadt zu Schäden durch extrem große Hagelklumpen kam, blieb es auf dem Hohentwiel beim Regen. Am nächsten Abend sahen sich die Verantwortlichen aber gezwungen, den Auftritt der schottischen Sängerin Amy Macdonald wegen einer Unwetterwarnung höchster Stufe ganz kurz vor dem Start abzusagen. Der Konzertschauplatz auf der Karlsbastion wurde schnell und reibungslos evakuiert. "Das Wichtigste ist, dass letztlich niemand und nichts zu Schaden kam", betont Roland Frank, Geschäftsführer von Kultur und Tourismus Singen. Den 3200 Besuchern des Abends werden ihre Eintrittskarten dort erstattet, wo sie diese gekauft hatten.

"Es war ein rundherum gelungenes Festival in einzigartiger Kulisse. Einziger Wermutstropfen war der Abbruch des Konzerts von Amy Macdonald. Die Sicherheit der Besucher stand aber an erster Stelle. Die Evakuierung machte deutlich, dass die Notfallplanung klappt. Die Bilanz   insgesamt zeigt, dass das Hohentwielfestival erprobt und zukunftsfähig ist", sagt Konzertveranstalter Marc Oßwald (KOKO und Vaddi Concerts).