Extremsportler reißen auf der Großleinwand mit

Meldung vom 20.01.2023
Moderatorin Caren Alt kündigt die besten Outdoor-Sportfilme des Jahres 2022 an. | Bild: Andreas Hühner

VON: ANDREAS HÜHNER

Singen – Geitschirmflieger, die Schluchten hinabstürzen, Menschen, die zwei Marathons am Tag laufen und eine waghalsige Kajakfahrerin: Die EOFT (European Outdoor Film Tour) machte in diesem Jahr wieder Station in Singen und stellte die spektakulärsten Sportfilme des Jahres 2022 vor.

Eröffnet wurde die Reihe von Speedflyer Carl Weiseth, der sich mit seinem Gleitschirm in halsbrecherischem Tempo durch enge Bergschluchten ins Tal stürzt und dabei eine ultimative Flugshow bietet. Sehr eindrucksvoll war anschließend der Film „The Mirage“ bei dem Timothy Olson den Pacific Crest Trail, der über 4265 Kilometer von Kalifornien über Oregon und Washington bis zur Grenze nach Kanada führt, in unglaublichen 52 Tagen zu Fuß bewältigte. Um diese Leistung noch zu verdeutlichen: Zwei Marathonläufe pro Tag sind ein Muss, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei musste der Läufer mit Bergen, Wüste, extremer Hitze, wilden Tieren, Kälte und Schnee die unterschiedlichsten Herausforderungen bewältigen. „Ich habe mich der Natur noch nie so verbunden gefühlt“, sagt Timothy Olson.

Ein weiterer sehr spektakulärer Film war das Porträt der französischen Wildwasser-Kajakfahrerin Nouria Newman. Als Mitglied der französischen Kanuslalom-Nationalmannschaft wurde sie im Jahr 2014 Weltmeisterin. Anschließend zog es sie aber in echtes Wildwasser. Bei vielen Expeditionen unter anderem nach Kanada, Indien und Südamerika suchte sie die Herausforderung geradezu und meisterte viele extreme Wildwasserschluchten, Stromschnellen und Wasserfälle mit bis zu 20 Meter Höhe. Nouria Newman selbst sagt dazu: „Wenn es hart auf hart kommt, darf man einfach nicht zu viel denken.“

Die beiden Freeride-Skifahrer Nikolai Schirmer und Celeste Pomerantz zog es mit dem Segelboot bis in die zu Norwegen gehörende Inselgruppe Spitzbergen, um dort die ultimativen Abfahrten zu finden. Leider lief nicht alles so wie geplant. An ihrem Ziel angekommen, erwartete sie eine wahre Hitzewelle mit bis zu 13 Grad Celsius, die Schneequalität war dementsprechend schlecht und einige Abfahrten somit unmöglich. Die Auswirkungen des Klimawandels hätten für die wärmste Temperatur gesorgt, die jemals dort gemessen wurde, machen sie deutlich.

Publikum ist begeistert

Noch weitere sehr eindrucksvolle Filme mit den Themen Klettern, Mountainbike-Fahren und Skifahren wurden an dem Abend präsentiert und begeisterten die Zuschauer. Andreas Zink, aus Villingen angereist und selbst aktiver Outdoor-Sportler, meinte zu dem Abend: „ Ich bin sehr beeindruckt von diesen sportlichen Leistungen, von dem Geist, der dahintersteht, und von der unglaublichen Kraft, die man braucht, diese extremen Herausforderungen zu bestehen.“

Quelle: Südkurier


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