Ein ganz besonderer Kulturspiegel

Das Cover des neuen Kulturspiegels

Programm für die Spielzeit 2021/22 in der Stadthalle Singen vorgestellt

Nach einem turbulenten Jahr, in dem in der Stadthalle Singen coronabedingt keine Veranstaltungen stattfanden, luden Oberbürgermeister Bernd Häusler, Stadthallen-Geschäftsführer Roland Frank und die Volksbühne-Vorsitzende Angelika Berner-Assfalg nun wieder zur Vorstellung des neuen Veranstaltungsprogramms ein.

Aktuell ist in der Stadthalle Singen noch ein Kreisimpfzentrum eingerichtet, doch dessen Betrieb endet am 22. September. Zudem können dank der aktuell geltenden Corona-Verordnung wieder öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit maximal 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauern ohne Mindestabstand durchgeführt werden. Erforderlich ist ein 3G-Nachweis. Kinder bis 5 Jahre, Kindergartenkinder sowie Schüler gelten automatisch als getestet. In allen Innenräumen – also auch während der Veranstaltung – gilt die gesetzliche Maskenpflicht.

 Oberbürgermeister Bernd Häusler betonte, dass er froh sei, mit dem Singener Impfzentrum einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geleistet zu haben. Dennoch freue er sich sehr, dass in der Stadthalle nun endlich wieder Kultur stattfinden kann, denn „Kultur entführt uns aus dem Alltag, bringt uns Freude, bewegt uns, bringt uns zum Nachdenken – und verbindet!“, so der OB. Der Kulturspiegel, der im letzten Jahr aufgrund der unklaren Lage nicht aufgelegt wurde und nun wieder die Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen wecke, sei also ein ganz besonderer.

Das Publikum kann sich auch dieses Jahr wieder auf spannende Schauspiele, Komödien mit Köpfchen, Oper, Musik- und Tanztheater, anspruchsvolle Kammer- und Symphoniekonzerte sowie erlebnisreiches Kindertheater freuen. Im Sprechtheater sorgen ganz neue Stücke, clevere Komödien und bekannte Klassiker für Abwechslung. Bekannte Schauspieler wie Harald Krassnitzer, Ann-Kathrin Kramer, Timothy Peach, Doris Kunstmann, Oliver Mommsen und Tanja Wedhorn verleihen dem Angebot überdies einen ganz besonderen Reiz. Auch die Konzertreihen führen herausragende Interpreten nach Singen.

Angelika Berner-Assfalg von der Volksbühne Singen stellte die zwei neuen Volksbühne-Stücke der Saison vor. Ein drittes, das im September hätte stattfinden sollen, kann aufgrund der Stadthallen-Belegung durch das Impfzentrum leider nicht aufgeführt und konnte auch nicht verschoben werden. Gezeigt werden die neue Produktion „Feste“ der beliebten Maskentheater-Company Familie Flöz und „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ nach dem gleichnamigen Film mit Doris Kunstmann und Ron Williams.

An einem Strang ziehen Kultur und Tourismus sowie die Volksbühne Singen auch beim Kindertheater, das beliebte Kinderhelden auf die Bühne bringt. Im Kinderring 1 ab vier Jahren werden neben dem beliebten Weihnachtstheater – diesmal gibt es dort „Das tapfere Schneiderlein“ der Gebrüder Grimm – „Pippi in Taka-Tuka-Land“ und „Feuerwehrmann Sam“ zu sehen. Der Kinderring 2 für Zuschauer ab sieben Jahren startet mit einer ganz neuen Produktion: „Die Schule der magischen Tiere“, die Bühnenadaption der populären Buchreihe. Ebenso wird „Die unendliche Geschichte“ nach dem Buchklassiker von Michael Ende gezeigt sowie das Musical „Robin Hood“.

Auch im Schauspielring erwarten die Besucher aufgrund der Impfzentrum-Belegung dieses Jahr drei Stücke anstatt vier. Ganz neu ist das Schauspiel „Marie Curie“ über die visionäre Wissenschaftlerin. Das Stück feierte erst neulich Premiere und erhielt positive Kritiken. In der Stadthalle Singen eröffnet „Marie Curie“ die Spielzeit am 10. Oktober. Neu ist auch „Chocolat“, basierend auf dem gleichnamigen Kinofilm mit Ann-Kathrin Kramer und ihrem Gegenspieler Harald Krassnitzer. Das dritte Stück des Schauspielrings ist die Molière-Komödie „Die Streiche des Scapin“, ein sehr amüsantes, cleveres „Stück im Stück“ des Neuen Globe Theater.

Im beliebten Komödienring kann sich das Publikum auf „Die Liebe Geld“, die neue Komödie des Bestsellerautors Daniel Glattauer freuen. In „Die Nervensäge“ geht es um einen Auftragskiller, der in einem Hotel gerade sein nächstes Opfer ins Visier nimmt, als ein herzensguter Tunichtgut dazwischenplatzt. Wie so viele clevere Komödien ist auch diese französischen Ursprungs, die treffende Übersetzung liefert Dieter Hallervorden. Nachgeholt aus der letzten Spielzeit wird „Die Tanzstunde“ mit Tanja Wedhorn als deprimierte Tänzerin und Oliver Mommsen als am Asperger-Syndrom leidender Professor, der unbedingt tanzen lernen möchte. Die Komödie wurde 2019 mit dem 1. Preis der Inthega, der Interessensgemeinschaft der Städte mit Gastspielen, ausgezeichnet. Ein weiteres prominentes Duo ist in „Die Kehrseite der Medaille“ zu sehen: Nicola Tiggeler und Timothy Peach.

Für den Musikalischen Ring konnte das Team der Stadthalle Singen wieder Produktionen nach Singen holen, bei denen Liebhaber des Genres ganz auf ihre Kosten kommen. Den Auftakt macht „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart, womit endlich wieder eine waschechte klassische Oper zu sehen ist, gefolgt von der Musikrevue „Himmlische Zeiten“, deren Vorgänger „Heiße Zeiten“ und „Höchste Zeit“ in der Stadthalle bereits für viele Lacher sorgten, sowie dem Stück „Pasta e Basta“ um ein verrücktes italienisches Restaurant. Ein absolutes Highlight ist die „Bernstein Celebration“ der amerikanischen Jon Lehrer Company, eine Tanzhommage an den großen Komponisten Leonard Bernstein. Die „Bernstein Celebration“ wird nur an wenigen Gastspieltheatern in Deutschland gezeigt. Diese Top-Produktion ziert auch den Titel des diesjährigen Kulturspiegels.

Die drei Klassik-Konzertreihen finden wie gewohnt samstags statt. Die Symphoniekonzert-Reihe in der Stadthalle Singen gestaltet auch diesmal die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz mit dem Neujahrskonzert „Das Leuchten der Nacht: Die Musik der 20er-Jahre“, „Großen Erwartungen“ mit dem skandinavischen Cellisten Torleif Thedeen und der großen 5. Sinfonie von Anton Bruckner. Die Kammermusik-Reihe wartet mit Auftritten des Notos-Quartetts, des Ensembles der Sommerkonzerte Volkenroda und des Bennewitz-Quartetts auf. Die drei Studiokonzerte – mit dem Trio Rafale, dem renommierten Pianisten Michail Woskressenski und der Harfenistin Mirjam Schröder finden wie gewohnt auf der Musikinsel statt. Zudem werden im Freiverkauf das Konzert des Kreisler-Trios und der Liederabend „Die Mitternacht zog näher schon“ aus der letzten Saison nachgeholt.

Reservierungen für neue Abonnements nimmt die Tourist Information Singen ab sofort entgegen. Der Freiverkauf für alle Veranstaltungen beginnt am 20. September 2021.

Der neue Kulturspiegel der Stadthalle Singen ist bei der Tourist Information Singen, Marktpassage, August-Ruf-Straße 13, 07731/ 85-262 erhältlich, liegt in öffentlichen Einrichtungen sowie in Geschäften aus und ist online verfügbar. Alle Termine und stets aktuelle Informationen zum Programm der Stadthalle gibt es im Internet (www.stadthalle-singen.de).


Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung X