"Magische Momente mit Echoes"

Meldung vom 07.01.2019
Die Band Echoes bot nicht nur musikalischen, sondern auch visuellen Genuss. Ein Höhepunkt: Die Zugabe "Time" am Ende des dreistündigen Auftritts. Bild: Andreas Hühner

Südkurier: Pink-Floyd-Tributeband sorgt in der Stadthalle Singen für außergewöhnliches Live-Erlebnis - trotz einer technischen Panne

VON ANDREAS HÜHNER

Pink Floyd war eine der größten Rockbands aller Zeiten, die ihre Fans nicht nur musikalisch, sondern auch mit extrem aufwändigen Liveshows überzeugte. Echoes, nach eigenen Angaben eine der erfolgreichsten Pink-Floyd-Tributebands weltweit, versuchte in der Stadthalle Singen dem Original möglichst nahe zu kommen.

Leider passierte bereits beim ersten Stück "Shine on you Crazy Diamond" etwas, das man als Albtraum jeder Band bezeichnen kann. Die Technik versagte, die Darbietung musste unterbrochen werden. Sänger Oliver Hartmann versuchte die circa 400 Besucher mit launigen Sprüchen bei Stimmung zu halten: "Früher hatte man Orgel und Klavier. Heute hat man Geräte, die können alles - aber halt nicht immer." Nach bangen Minuten, die den Musikern Schweißperlen auf die Stirn zauberten noch bevor die Show richtig begonnen hatte, bekamen die Techniker das Problem in den Griff.

Echoes bewiesen anschließend bei Hits wie "Wish you were here" außergewöhnliche Spielfreude. Auch seltener gehörte Titel wie "High Hopes", in dem Saxofonist Michael Unger ein Solo mit unglaublicher Hingabe spielte, wussten zu gefallen. Zuschauer Siegfried Ehinger (69) aus Singen, der mit seiner Frau Ursula das Konzert besuchte, meinte in Anspielung auf die Lautstärke: "Das Hörgerät kann man heute beruhigt daheim lassen. Zwar nicht ganz meine Musik, aber ich bin doch sehr beeindruckt." Oliver und Gisela Bittel aus Moos waren begeistert. "Es ist schön, die alten Sachen, die man in seiner Jugend gehört hat, in solch einer Qualität wieder zu hören." Gegen Ende des dreistündigen Konzerts wurde die Band vom bislang eher verhalten applaudierenden Publikum mit Ovationen gefeiert.

Bei der Zugabe drängten viele Zuhörer zur Bühne, um das Spektakel aus nächster Nähe zu sehen, was auch die Musiker sichtlich genossen. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, bei einem Konzert dieser Art auf eine Bestuhlung zu verzichten, um noch bessere Stimmung aufkommen zu lassen.

Quelle: Südkurier


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