"Ein märchenhaftes Vergnügen"

Meldung vom 03.01.2019
Papageno findet seine Papagena: Mit seiner Inszenierung von Mozarts "Zauberflöte" begeisterte das Budapester Operntheater die Zuschauer in Singen. Bild: Christel Rossner

Südkurier: Budapester Operntheater beweist in der Stadthalle Singen mit seiner Interpretation von Mozarts "Zauberflöte" hohes musikalisches Niveau

VON CHRISTEL ROSSNER

Man muss kein Opernfreund sein, um Papagenos "Ein Vogelfänger bin ich ja“ oder die Arie der Königin der Nacht zu kennen: Mit eingängigen Melodien zählt Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Die Zauberflöte" seit der Uraufführung 1791 zu den beliebtesten und bis heute am häufigsten aufgeführten Opern. Mit einer stimmungsvollen Inszenierung zog das Budapester Operntheater auch das Publikum in der Stadthalle Singen in seinen Bann. Angelehnt an die griechische Antike entführt schon das klassische Bühnenbild in die Welt der Mythen und Mysterien.

Die Königin der Nacht (Barbara Felicitas Marin meistert die extremen Koloraturen mit Bravour) zeigt dem Prinzen Tamino (Bryan Lopez Gonzalez) ein Bild ihrer Tochter Pamina (Yvonne Steiner), woraufhin er sich in die Prinzessin verliebt. Diese ist von Sarastro (Timm de Jong lotet mit seiner Bassstimme die tiefsten Töne aus), Gegenspieler der Königin, entführt worden. Tamino macht sich auf die Suche und erhält zum Schutz eine Zauberflöte. Papageno (von Szabolcs Hámori herzerfrischend in Szene gesetzt), der leichtfüßig durchs Leben geht, begleitet ihn. Sarastro entpuppt sich als Oberpriester des Weisheitstempels und sagt voraus, dass Pamina und Tamino füreinander bestimmt sind. Um in den Tempel der Weisheit aufgenommen zu werden und die wahrhafte Liebe zu finden, muss Tamino drei Prüfungen bestehen, was ihm auch gelingt.

Nach vielen Irrungen finden die Verliebten zueinander und werden in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen. Der schalkhafte Papageno aber versagt bei den Prüfungen kläglich, er strebt auch nicht nach Höherem und gibt sich mit seinem Leben zufrieden. Aber er geht nicht leer aus, Papageno findet seine Papagena (Marianne Sipos), die das Vogelmenschenleben mit ihm teilt.

Die Inszenierung des Budapester Operntheaters verzichtet auf pompöse Kostüme und rückt das Orchester und das stimmliche Können der Sängerinnen und Sänger in den Vordergrund. Die rund 500 Zuhörer dankten es mit lang anhaltendem Applaus.

Quelle: Südkurier


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