"Durchblick im Wust der Berufe"

Meldung vom 05.04.2019
Die Berufemesse Jobdays gibt Antwort auf die Frage, wie es nach der Schule beruflich weitergeht. Verwaltungsfachangestellte Rebecca Wick erläutert Amelie, Emma und Cindy (von rechts) die Möglichkeiten einer Berufsausbildung bei der Stadt Singen. Bild: Christel Rossner

Südkurier: Arbeitgeber und Schulen stellen in der Stadthalle Singen bei der Berufemesse Jobdays ihre Angebote vor.

VON CHRISTEL ROSSNER

Mit Aufrufen wie "Wir suchen dich", "Ausbildung klarmachen" oder "Karriere mit Zukunft" werben die Aussteller der Berufemesse Jobdays für eine Ausbildung in ihrem Betrieb. Wie vielfältig das Angebot für Schulabgänger oder Berufseinsteiger ist, präsentieren rund 80 Firmen und öffentliche Institutionen aus Singen und dem Landkreis, die sich bei der zweitägigen Berufemesse vorstellen. Schon am Donnerstag waren zahlreiche Jugendliche in die Stadthalle gekommen, am Freitag sind die Aussteller von 8.30 bis 15 Uhr mit einem Messestand vertreten.

"Was mache ich nach meinen Schulabschluss?", "Welcher Beruf könnte für mich passen und wo finde ich einen Ausbildungsbetrieb?" Diese Fragen stellen sich auch die 14- und 15-Jährigen der Realschule Gottmadingen. Nina wird nächstes Jahr ihren Abschluss machen und weiß bisher nur, dass sie nichts Handwerkliches machen möchte. Ihre Klassenkameradin Charlotte hat noch gar keine Vorstellungen und überlegt, auf eine weiterführende Schule zu gehen. Florian möchte auf jeden Fall in die Informationstechnologie-Branche. Eventuell will er aber auch auf das Technische Gymnasium wechseln, um sich mehr Wissen in diesem Bereich anzueignen. Luca interessiert sich für das Fach Mechanik und möchte später einmal einen Betrieb für Landmaschinen eröffnen. Auch er möchte vor einer Berufsausbildung auf dem Technischen Gymnasium sein Wissen erweitern.

Dass die Wahl des Berufes nicht so einfach ist, hob auch Oberbürgermeister Bernd Häusler hervor, der gemeinsam mit Dezernent Harald Nops vom Landratsamt Konstanz die Messe eröffnete. "Die Jobdays präsentieren einen Strauß von Möglichkeiten und können Orientierung geben", ermunterte Häusler die jungen Besucher. Es gebe nichts Schlimmeres, als die falsche Berufswahl zu treffen. Er hob die Stadt Singen als Standort hervor, über 1000 Pendler würden zeigen, dass die Wirtschaft gut floriert. Es herrsche aber auch Fachkräftemangel und so nutzten die Betriebe die Möglichkeit, sich vorzustellen und zu informieren.

Firmen wie die Thüga Energie, Maggi und Lebensmittelkonzerne bis zum Pharmaproduzent Takeda boten ein großes Spektrum an Berufsfeldern. Auch Institutionen wie das Finanzamt, die Arbeitsagentur, der Zoll und die Bunderwehr oder der Landkreis und die Stadt Singen stellten ihre Ausbildungsbereiche vor. Wie groß das Angebot ist, wissen viele gar nicht."Wir vermitteln nicht nur Arbeitsplätze, wir bilden auch selbst aus", wies Gabriele Linnenweber auf Lehrstellen in der Arbeitsagentur hin.

Fachkräfte sind auch bei der Stadt Singen gefragt. Vom Bachelor of Arts, über Vermessungstechniker bis hin zum Veranstaltungskaufmann oder -frau reicht der Ausbildungsbereich. Klassenlehrer Klaus Müller aus Jestetten besuchte die Messe schon mit den Achtklässlern. "Hier bekommen sie jetzt schon einen Eindruck und ergreifen dann selbst die Initiative, wenn der Schulabschluss bevorsteht", erklärte der Pädagoge.

Die Berufemesse
Die Jobdays richten sich mit Mitmach-Aktionen, Vorträgen für Schüler und Eltern, Infos über Schulen und Studienmöglichkeiten an Dualen Hochschulen an junge Menschen vor der Berufswahl. Veranstaltet wird die Berufemesse von der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, dem Staatlichen Schulamt sowie der Stadt Singen. 80 Firmen und Institutionen informieren über die jeweiligen Ausbildungsbereiche.

Quelle: Südkurier


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