"Beim Burgfest geht es hoch her"

Meldung vom 23.07.2018
Mit Humor und halsbrecherischer Akrobatik begeistert das Duo Eya y Compania die Zuschauer jeden Alters. Bild: Christel Rossner

Südkurier: Vielseitiges Programm begeistert Besucher

VON CHRISTEL ROSSNER

Bis auf einen leichten Schauer am Morgen hielten die grauen Wolken dicht bis zum späten Nachmittag. Bei verhangenem Himmel und sommerlichen Temperaturen bot der Sonntag ideales Wetter für das 49. Burgfest. Kunst und Kultur im Non-Stopp-Programm war das Motto auf dem Hohentwiel, die Burgruine wurde zur Bühne für vielfältige Darbietungen und kulinarische Genüsse. 90 Stunden Kleinkunst und Musik sind für sich schon ein Ereignis, dazu ein Ausblick auf die Hegau-Landschaft und den Bodensee macht das Burgfest zu einem Erlebnis mit ganz besonderem Flair.

„Zum Burgfest gehen wir jedes Jahr. Außer es sind 35 Grad“, fand Gabi Frech das Wetter ideal. Der Run auf Schattenplätze würde ausbleiben und Regenschutz hatte sie vorsorglich dabei. Auch gestern war der Singener Hausberg wieder Anziehungspunkt für ganze Familien, von der Eröffnung am Vormittag bis zum Abend herrschte ein Kommen und Gehen. Den ganzen Tag über pendelten die Busse vom Hotel Widerhold bis zur obigen Haltestelle beim Info-Zentrum, viele nahmen es sportlich und scheuten auch den nicht ganz unbeschwerlichen Aufstieg nicht.

„Wir kommen immer im Pulk und immer zu Fuß“, sagte Manfred Quedzuweit, in diesem Jahr seien sie zu siebt hochgepilgert. „Man muss sich hier hochschaffen und sich den Spaß und die Freude verdienen“, meint er, denn das Programm sei einzigartig und decke alle Sparten ab. Mit dieser Meinung stand die Gruppe nicht allein: „Wo sonst gibt es ein so vielfältiges Angebot? Und darunter Vorstellungen, die begeistern“, sagte Uli Schwarz. Ihrem Mann Peter würde ohne dieses Fest sogar was fehlen: „Das hat Tradition und ist ein Muss für jeden Singener.“ Zudem sei das Fest zu einem Treffpunkt mit Leuten geworden, die man das ganze Jahr über nicht gesehen hat. „Wir haben schon Stammplätze“, verriet Uli Schwarz.

Die Burgruine bewies wieder einmal ihre weitläufigen Dimensionen. Trotz Menschenmassen verteilten sich die Besucherströme, es gab kein Schieben und Drängeln, eine beschauliche Atmosphäre lud zum Verweilen. Auf dem Paradeplatz zogen den Ankommenden schon Duftschwaden von den Bewirtungsständen der ausländischen Mitbürger in die Nase und luden zur Einkehr. Was nicht so ganz einfach war, denn vor den Ständen reihten sich Menschenschlangen und die Plätze an den Tischreihen wurden rar.

Mit dem Programmheft in der Hand peilte so mancher gezielt die einzelnen Darbietungen an, ein Kulturgenuss war das Burgfest aber auch für diejenigen, die sich treiben ließen. Von der Karlsbastion bis hinauf auf die Ruine luden Bühnen, Plätze und Gewölbekeller Besucher jeden Alters zum Zuschauen, Staunen und Mitmachen. Mit Zauberern, Akrobatik und Zirkuskünsten, Theater- und Tanzvorführungen und Musik jeden Genres bot auch die 49. Auflage des Burgfests Kultur und Spaß unter freiem Himmel. Und neben bester Unterhaltung Naturkulisse inklusive.

Der Besuchermagnet
Auch die 49. Auflage des Burgfests lockte Besucher aus einer weiten Region auf den Singener Hausberg. Schon eine Stunde nach der offiziellen Eröffnung um zehn Uhr waren die ersten auf der oberen Festung, der Parkplatz am Fuße des Hohentwiels war kurz danach schon voll belegt. "Aber die Leute strömen noch, viele kommen auch erst zu den Abendveranstaltungen", rechnete Roland Frank vom Organisationsteam mit vielen Tausend Besuchern.

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